Ausblick von der Terrasse
Savanne im Abendrot
Eine Raubkatze in Nahaufnahme

Keniaurlaub und Safari vom Reisekontor Schmidt

Abschied in Kenia: Good Bye Sudan (Breitmaulnashorn)!

16. Juli 2018
Artensterben

Sudan war das letzte männliche Tier seiner Art, das letzte männliche Nördliche Breitmaulnashorn der Erde. Sein Tod ist eine dramatische Erinnerung an das Artensterben – nun haben in Kenia Wegbegleiter Abschied von Sudan genommen.

Nördliches Breitmaulnashorn Sudan tot - Ol Pejeta - Besuch kenia urlaub

Er war schon älter und musste im Alter von 45 Jahren eingeschläfert werden: Sudan war ein grandioses Nashorn – und der letzte männliche Vertreter seiner Art. – Wir berichteten – Sein Tod bewegte die Menschen – erinnerte er doch daran, wie viele Tierarten letztendlich vom Aussterben bedroht sind. Nach Sudans Tod gab es in Kenia eine emotionale Abschiedsfeier für den Nashornbullen. An dem Abschiedsfest nahmen neben Tierschützern, Pflegern und Wachleuten auch kenianische Politiker teil. Ein Gedenkstein erinnert in Ol Pejeta, einem kenianischen Wildtierreservat an Sudan. Auf der Erde gibt es nun nur noch zwei Nördliche Breitmaulnashörner, Sudans Tochter und seine Enkelin. Mit künstlicher Befruchtung versuchen Wissenschaftler, den Fortbestand zu sichern (Wir berichteten) – bislang leider aber ohne Erfolg. Eizellen der beiden Weibchen sollten mit vor längerer Zeit gewonnenen und eingelagerten Spermien zusammengebracht werden, aber es funktionierte nicht. Sudan wurde 1973 im heutigen Südsudan – damals noch Republik Sudan – geboren. Als jegliche Versuche der Fortpflanzung scheiterten, wurden vier der Nördlichen Breitmaulnashörner, darunter Sudan, 2009 nach Ol Pejeta in Kenia transportiert, wo sie relativ frei und ungezwungen leben konnten. Leider hatte sich auch hier die Fortpflanzung nicht eingestellt.

Aber auch die anderen Nashornarten sind stark vom Aussterben bedroht. Das letzte Westliche Spitzmaulnashorn starb bereits 2012. Vom Ostafrikanischen Spitzmaulnashorn gibt es nur noch ca. 750 Exemplare. Hier konnte der Leipziger Zoo einen Zuchterfolg verzeichnen. Ein kleiner Bulle wurde Ende 2017 geboren. Nun tritt dieser in große Fußstapfen, denn tausende Zoo- und Nashornfans stimmten online ab und entschieden, dass das kleine Nashornkalb den Namen Sudan tragen soll. Er soll an den verstorbenen Sudan erinnern und als Symbol für den Kampf um den Erhalt bedrohter Tierarten stehen.

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Quellen: Spiegel online und Zoo Leipzig