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„Warum schon wieder Afrika?“ Reisebericht Tansania & Sansibar

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05.02.2018

„An unser Lieblingsreisebüro!!!! , welches mit Sicherheit schon gedacht hat, dass mein Geist nicht mehr so richtig funktioniert. Sorry – er tut es noch. Nur nicht in dieser fremden PC Welt, die hier abwechselnd Einzug hielt. Und derentwegen eine Menge Entwürfe, Briefe, Nachrichten u.a. einfach verschollen sind. (Natürlich durch mein unkontrolliertes Tastenklopfen!) Andererseits ist jetzt vielleicht auch der Zustrom an mails von der letzten Reisegruppe etwas abgeflaut. Kann mir vorstellen, dass nach einer Reise immer viel begeisterte Post kommt. Das ist ja normal, der muss man sich auch widmen. Und wenn man nicht immer gleich… oder….. und überhaupt…. also man hat auf jeden Fall dann viel zu tun. Und wo fange ICH jetzt an? am besten von hinten!

Der Barcheef vom Ocean Village: Also Said, er ist mir ein Lehrer. Mein spärliches Swahili bessert er auf. Auch die Anderen. Und so war es für mich Weihnachten ganz “schlimm”… nach 4 Jahren wieder mal zu Weihnachten in Deutschland … nein, ich habe mich nicht so wohlgefühlt und richtiges Heimweh gehabt. Und dann kamen die Apps … und die Bilder … und die Frage warum wir nicht da sind … Und dann kam eine App von der gesamten Staff, dass sie uns vermissen, und keiner der Gäste hat in diesem Jahr Leuchtarmbänder mitgebracht zum Vergnügen aller. Ein Gruß vom Restaurantchef … und eine Umarmung von seiner Frau, bei der wir oft im Dorf waren, massieren, Henna, Sprache lernen … usw. aber jetzt hab ich soo einen großen Schritt zurück gemacht … einfach nur, weil Weihnachten viel Wasser aus meinen Augen nach Kenya floss ….

Aber nun gehe ich noch einen Schritt zurück: (ich weiß wirklich nicht, ob schon mal Post von mir ankam) Nämlich zu dem Urlaub, der wohl mit zu den schönsten … weil vielleicht anders … meiner Urlaube zu rechnen ist. Natürlich: Es war eine unbeschreibliche Zeit mit meinen (!) Kindern und nun schon großem Enkel. Ich weiß noch, als er im Alter von 14 Tagen das 1. Mal hier bei uns war. Ich nahm ihn auf den Arm, und ging hoch in den Garten zu meinem Lieblingsbaum. Dort habe ich ihm gesagt: Wenn du 14 bist, zeige ich dir die Serengeti … Ob alles klappen würde, wusste ich auch nicht … aber als mein skeptischer Schwiegersohn schon am 3. Tag auf Swahili Danke, Bitte und ich hätte gern … sagte, als er am 2. Tag schon Spaß hatte mit den Fingern am Holztisch in einem Dorf Ugahli zu essen … da war mir alles klar ! Und Pläne reiften! Und mein “kleiner” Enkel? Ich habe Fotos gemacht, wie ER Fotos macht! Wenn man in einem Camp ist, wo 3 m vorm “Zelt” die Büffel grasen, oder die Giraffen am “Balkon” knabbern … alles unbeschreiblich! Handy? Braucht man da nicht!!!!!!!! Sooooo viel Tiere, selbst in der Nacht, wenn wir uns mit den Taschenlampen Signal geben, wo grad sogar eine Hyäne, zu sehen ist.

Aber all das ist nur durch Euch so schön geworden !!!!! Es war eine wahnsinnig gut geplante Reise! Schon in Arusha! Tolle Unterkunft und am Nachmittag zu einer Kafeeplantage … mit anschließend 3-stündiger Wanderung durch den Urwald … Selma, meine Metallhüfte, ist vor Freude mit mir gesprungen!!! Nein, ich will jetzt keinen langen Bericht machen, keine Einzelheiten. Ich will nur sagen dass es einfach nur toll war!  Wir haben so viele Jahre in Africa nur in Zelten mit Isomatte und Schlafsack verbracht … und es war der reine Luxus. (Wobei Jürgen immer noch draußen schläft! Auf irgend ner Matte … mit irgend ner Decke … egal wo. Oftmals bewacht von Wildhütern, die das gut finden … – na ja. Ich hätte Schiss. Er liebt es …) Es war unwirklich. Es war nicht wahr … und doch war es das! Das Safariunternehmen, mit dem Ihr in Tanzania zusammenarbeitet muss echt klasse sein. Unser Fahrer wie ein Gewinn! Was wir an Safarierlebnissen hatten, einfach mal so “nebenbei”, weil er es ahnte … in Worte nicht zu fassen!  (Er hat mich zu seine Mutter nach Usambara eingeladen. Sie hat in Dtl studiert und er meinte in 8 Wochen hätte sie mir Swahili beigebracht … Aber ich bin zu alt …)  Er hat am Ngorongoro seinen Geburtstag gehabt. Was hatten wir für einen schönen Abend! Und wir haben ihm eine Solarlampe geschenkt, wir wussten es ja nicht. Wenn man da einen Film gemacht hätte: 6 Mzungos mit ihrem Guide am Tisch….. und ein alter Engländer spielt auf einer Trompete “In München steht ein …” und alle! auch die Afrikaner! “schunkeln”… unter lauem Lachen. Es würde keiner glauben. SOOOO ein Geburtstag!

Zum Abschluss aber noch das, was mich persönlich SEHR berührt hat. Wir stehen am Kraterrand des Ngorongoro. Meine Familie. Ich hole ein Bild hervor und zeige es Hashim. Auf dem Bild sind meine damals 80-jährige Mutter und unser Guide Alex zu sehen. Ich war ALLEIN mit ihr unterwegs (die Kinder wollten es NICHT fassen, als sie alles selbst sahen, dass ich diese …  selbe Reise, bis Zanzibar, mit der Oma allein gemacht hatte) und am Krater schoss ich damals das Foto. Als Hashim es ansah, sagte er: Den Guide kenn ich! Alex aus Arusha, mein Freund! ok. Und so stand dann die 4. Generation genau auf diesem Platz (!!) für ein 2. Foto! Es hat ganz schön in mir gewürgt. Die Tränen liefen heimlich. Und doch nicht unbemerkt. Bewegende Momente in einem Leben … Ein Rückblick …
Am Denkmal von Prof. Grzimek habe ich eine Kerze aufgestellt (natürlich ohne Flamme) und eine rote Rose hingelegt. Es war mir ein Bedürfnis in diesem, meinem 5. Tanzaniaaufenthalt. Eine Stunde später reichte mir Hashim das Telefon nach hinten. Am Apparat war Alex, unser Guide 1999 (mit Jürgen allein, ohne Gruppe) und 2000 mit meiner Mutter … Wir haben gekauderwelscht … (Die Kinder waren erstaunt, als die “Bibi”, wie sie jetzt sagen, plötzlich WIRKLICH mehr als 3 Sätze in einer unverständlichen Sprache sprach), Er hat nach der Mutter gefragt, die freilich nun tot ist, und ich habe gezweifelt, ob es nicht nur ein höflicher Anruf war. Dann aber sagte Alex: Meine Tochter, der du damals das Paket mit ……… zum” Anfang der Schule” geschickt hast, sie ist jetzt mit der Highschool fertig … da hat’s mich vom Sitz gehauen! Das mit dem Paket hatte niemand gewusst! Schon gar nicht, was drin war! Aber ein Guide erinnert sich nach 17 Jahren … noch immer bin ich berührt …

Badeurlaub: Zanzibar war das, was es seit jeher für mich ist: Ein Heimkommen. Wenn der Mensch wirklich irgendwie fühlen kann, dass da eine WURZEL seiner Herkunft ist, dann ist dort der Fleck Erde, von dem ich stamme. Eine Mischung aus Orient und Afrika. Warum, weiß ich nicht. Es ist eben in mir … So, ich hab genug geschwafelt.

Aber ich werde immer wieder gefragt: Wieso? … Warum denn schon wieder Afrika?! … Und ich will keine Antwort geben. Nur wer diesen Kontinent auch fühlen kann, der versteht.

Ich drück Euch alle mal ganz dolle und schicke viele liebe Grüsse!
Barbara

Dr. Barbara K. aus Gera

Reisedauer:  30.09.- 13.10.2017
Gebuchte Safari: Individuelle Tansania Rundreise
Gebuchtes Hotel: Hotel Karafuu Beach Resort & Spa ****



In diesem Hotel wohnten unsere Gäste während ihres Badeurlaubs auf Sansibar am Indischen Ozean: