+49 - (0) 341 - 338 36 50 Zum Kontaktformular

Unser Schulprojekt im März 2013

Besuch der Patenschule in Kenia im März 2013
24.03.2013

Bericht vom Besuch der Patenschule innerhalb der Gruppenreise im März 2013 von Reisebegleitung Kerstin Oppenheimer:

Innerhalb der diesjährigen Gruppenreise nach Kenia im März besuchte ich mit unseren Reisegästen wieder die Barsam Junior Schule. Für dieses Mal hatten wir uns als besonderen Höhepunkt ein gemeinsames Essen mit allen Schulkindern (ca.120 Kinder!) in einem Restaurant im Dorf überlegt. Das benötigte gute Vorbereitung, deshalb fuhr ich schon viele Tage zuvor gemeinsam mit dem Deutschlehrer der Schule, Ngala, zum Restaurant Utange Village, um dafür die Absprachen zu erledigen. Nun wußten wir auch, wieviel Geld wir dafür aufbringen mußten. Mit großem Dank an meine Reisegäste kam eine stolze Summe zusammen, so daß wir das Vorhaben wirklich realisieren konnten. Um ein wenig Geld zu sparen, fuhren wir auch in den Supermarkt und kauften große Kanister mit Wasser und Orangensaft, die wir dann bei der letzten Absprache mit dem Restaurant gleich dort ließen. Einen großen Bottich zum Mixen, hatten sie leider auch nicht und so kauften wir einen, der nun auch in der Schule seine Dienste weiter leisten wird. Für das Essen war das Restaurant zuständig. Auch kauften wir im Vorhinein noch Bananen und Milch-Tetrapacks für jedes Kind.

Als nun der Tag des Schulbesuchs da war, fuhren wir mit vielen Taschen ins Dorf. Wir wurden sehr sehr herzlich empfangen: der Hof der Schule war mit großen Sonnensegeln überspannt, ringsum waren Leinen gespannt die mit Blüten und Luftballons (auch eine Spende von Reisegästen) geschmückt waren und Palmwedel waren vor dem Geschenketisch und als Torbogen für unseren Eintritt geflochten worden. Wir begrüßten die Lehrer und winkten in die Klassenzimmer. Als erstes wurden unsere mitgebrachten Sachen auf dem langen Tisch verteilt, es waren viele Dinge, die für alle Kinder zur Verfügung stehen sollten. Am Ende glich es einem Gabentisch zu Weihnachten. Aber es waren auch viele Schulhefte, Stiftpackungen und Malsachen dabei. Das wird der Schule wieder eine Weile helfen. Dann begannen wir die Bananen und die Milch in den einzelnen Klassenräumen zu verteilen und begrüßten dabei die Kinder. Strahlende und erwartungsvolle Kinderaugen begegneten uns. Viele Kinder aßen sofort, kein Wunder, wenn man weiß, daß einige Kinder oft ohne Frühstück zur Schule kommen. Als wir alles verteilt hatten, nahmen wir auf den Stühlen unter dem Sonnendach für das Programm Platz. Als Erstes sprach aber der Hauptlehrer zu uns, der uns noch einmal begrüßte und eine Einschätzung der Arbeit an dieser Schule formuliert hatte. Ein wunderschönes Programm wurde von der kleinsten bis zur größten Gruppe aufgeführt. Gedichte und Lieder. Zum Abschluss tanzen viele der Kinder geschmückt mit gebundenen Tüchern in allen Altersklassen einen langen fröhlichen Tanz, begleitet durch Trommler. Dann ließen wir sie noch einen Moment ausruhen und ich nutzte die Zeit, um die vielen Umschläge und Geschenke der Pateneltern aus Deutschland an ihre Patenkinder zu übergeben, die sie immer sehr scheu entgegennehmen. Danach ließen wir die Kleinsten in die Busse einsteigen und sie fuhren schon zum Restaurant. Mit den größeren Kindern machte sich meine Reisegruppe gemeinsam durch das Dorf auf den Weg. Es dauerte nicht lange und viele kleine Hände waren an die großen „weißen“ Hände verteilt! Es wurde geschwatzt und gelacht. Im Restaurant Utange war schon alles bereit. Wir ließen die Kinder an die Tische setzen. Die großen Essenbehälter mit Maisbrei, Bohnen und einmal mit Bohnen und Fleisch wurdenaufgebaut, Teller, Besteck und Becher gebracht. Alle packten mit an, die Lehrer schöpften das Essen auf und wir verteilten es an die Kinder, teilten Besteck und die Getränke aus. Die Kinder sangen zum Teil beim Warten und waren unglaublich geduldig. Die ersten leeren Teller mußten dann schnell wieder abgewaschen werden, damit es für alle reicht. Aber wir hatten ja genug helfende Hände. Die Kinder wurden immer fröhlicher und die ersten gingen dann in den Gartenteil des Restaurants nebenan, der sich dann ganz schnell zu einem Spielplatz verwandelte, da dort auch 2 Schaukeln zur Freude der Kinder standen. Alles wurde Eins, sehr sehr fröhliche Kinder, die munter tollten und mit den Reisegästen viel Spaß hatten. Bilder wurden gemacht und zum Abschied noch einmal gemeinsam gesungen. Dann fuhren die Kleinsten wieder mit den Bussen zurück, heftig winkend und rufend und nicht weniger herzlich wurden wir von den Großen verabschiedet. Wir waren uns sehr sicher, an diesen Tag denken die Kinder bestimmt noch lange gern zurück, das verieten uns ihre Augen.