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Unser Schulprojekt im März 2012

Besuch der Barsam Junior School in Kenia im März 2012
29.03.2012

Ich bin gerade aus Kenia zurückgekommen und bringe die gute Nachricht mit, dass es unseren Kindern sehr gut geht und die Schule, mit Direktor Ramos an der Spitze, sich weiter profiliert!

Das neue Schuljahr begann im Januar 2012. In unserer Schule werden jetzt insgesamt 132 Kinder betreut und unterrichtet. Um sich mit den begrenzten Möglichkeiten, die das alte Schulgebäude bietet zu arrangieren, haben die Lehrer mit viel Einfallsreichtum kleine Lernzonen außerhalb der eigentlichen Klassenzimmer geschaffen.

Auch das Lehrerzimmer wurde geräumt, um Platz für die 6. Klasse zu haben.
Alle Schulbänke, die wir gekauft haben, sind im Einsatz und 3 Kinder teilen sich eine Bank.
Viele neue Kinder wurden im Kindergarten aufgenommen und es werden dringend kleine Tische und Stühle benötigt. Direktor Ramos hat mir einen „Wunschzettel“ für dringend benötigte Schulmaterialien geschrieben. Wir haben gemeinsam die Sachen in Mombasa eingekauft.

Mit großer Freude habe ich beobachtet, wie die Schüler der 6. Klasse in kleinen Lerngruppen selbstständig arbeiteten. Auch die 11 Lehrer, die jetzt an der Schule unterrichten, haben eine gute Methodik der Stoffvermittlung. Die Lehrbücher und Hefte, die wir in der Vergangenheit gekauft haben, sind voll im Einsatz. Unser Ziel ist es, die Kinder bis zur 8. Klasse zu unterrichten und mit dem Sekundary-Abschluss zu entlassen. Interessant war für mich zu erfahren, dass die Prüfungen in ganz Kenia gleich und damit an jedem Ort gleichwertig sind. Es wird 1 Woche lang geprüft. Ein Abschluss in Nairobi ist dann genauso viel wert, wie ein Abschluss in Mombasa.

Der Schulbesuch unserer Reisegruppe wurde von den Kindern mit Spannung erwartet. Wir hatten im Vorfeld organisiert, dass es ein reichhaltiges Schulessen mit Ziegenfleisch und Reis geben wird. Allen Besuchern erzählte ich die Geschichte unseres Hilfsprojektes und sie waren erstaunt und überrascht, was wir doch in den letzten Jahren erreichen konnten.

Wir wurden von Ramos durch die Klassen geführt. Die Kindergartenkinder rufen immer besonderes Entzücken hervor, wenn sie ihre Lieder singen. Alle Kinder haben uns ein wunderschönes Programm mit neuen Liedern vorgeführt und unsere Besucher verteilten zum Schluss die Teller mit dem Schulessen. Es war so eine schöne Atmosphäre, dass wir gar nicht auseinander gehen wollten.
Den Wunsch unserer Besucher, das Schulessen zu verkosten, konnten wir auch erfüllen und alle waren sich einig: Ein gehaltvolles und schmackhaftes Essen war zubereitet worden.

Es wurde die Frage gestellt, ob die Kinder in der Schule täglich ein Mittagessen erhalten. Nein, leider nicht, dafür gibt es keine Mittel. Nur die Kindergartengruppe erhält täglich aus Tassen einen mit Wasser angerührten Maisbrei zur Stärkung (mit Kakaogeschmack). Davon habe ich auch gleich einige Packungen im Nakumat gekauft. Somit ist die Versorgung der Kleinsten die nächsten Wochen gesichert.

Für 17 Kinder gab es auch Spaß und Aufregung, denn wir sind zu ersten Mal Rolltreppe gefahren. Das Nakumat wurde um ein modernes Einkaufsgebäude erweitert und die Rolltreppen waren für uns eine Herausforderung. Das werden die Kinder nicht so schnell vergessen. Sie waren sehr aufgekratzt.

Gern bin ich dem Wunsch nachgekommen und habe alle Patenkinder aktuell fotografiert – gewachsen sind sie schon – aber so dünn!

Unser nächster Besuch ist für September 2012 bei der Gruppenreise „Great Migration“ (28.08.-12.09.2012) geplant. Ich werde Gruppenleiterin dieser Gruppe sein.

Herzliche Grüße an Sie alle und viel Spaß beim Anschauen der Fotos!
Ihre Marina Schmidt