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Kenias Handynetz ab 2019 durch solarbetriebene Ballons gewährleistet

Handynetz in Kenia mit solarbetriebenen Ballons
07.01.2019

Mit solarbetriebenen Ballons bringt sich das Internet in schwer zu versorgende Gebiete. In Kenia soll es ab 2019 erstmals Geld erwirtschaften. Viele kleine Dörfer in Kenia liegen abseits der gängigen Routen und großen Städte. Nicht nur, dass in den Villages und einsamen Landstrichen die Armut noch verstärkter vorherrscht, gibt es dort auch kein Handynetz. Aber obwohl arm, besitzen die meisten Kenianer Mobiltelefone und sind dadurch technisch ganz weit vorne. Das Heliumballon Projekt Loon auf der Google I/O 2016 soll nun Kenia ein weiteres Stück nach vorne bringen und zudem dem Land mehr Geld erwirtschaften. Anfang 2019 werde das Projekt um die solarbetriebenen Heliumballons in Kenia beginnen, um so ein Mobilfunknetz einzurichten. Dabei arbeite Loon zukünftig mit „Kenya Telecom“ zusammen. Seit 2013 werden die großen Ballons hergestellt, die ein schwebendes Netzwerk bilden sollen. Etwa 20 km oberhalb des Erdbodens, werden die Ballons direkt in die Stratosphäre geschickt, um dort weit über hundert Tage zu bleiben. In Puerto Rico fand im Oktober 2017 das gelungene Pilotprojekt statt, nachdem der Hurrikan MARIA in dem Land die Telefonverbindungen für fast drei Millionen Bewohner zerstört hatte. Anfängliche Versuche, über Drohnen den Zugang zum Internet zu ermöglichen, haben Google und auch die Konkurrenz Facebook mittlerweile verworfen. Die Zukunft richtet sich nun auf die solarbetriebenen Heliumballons aus. Kenia kann und wird davon profitieren.

 


Quelle: Spiegel online