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Kenia: Bananenstauden als wertvoller Rohstoff genutzt

Bananenstaude - ihre Fasern werden u.a. zu Taschen weiterverarbeitet
06.11.2019

Bananen sind lecker … Doch kann man, außer den Früchten, auch den Rest der Pflanze nutzen? Ja, sagt Patrick Muriuki aus Kenia. Er brachte die Idee, die Fasern der Bananenstaude zu nutzen, von einer Reise nach Indien mit. Er sah sah darin eine Möglichkeit für die kenianischen Landwirte, Einkommen aus den Abfällen des Bananenanbaus zu erzielen und startete eine Initiative. Mit seiner Maschine, einem Bananenfaser-Extrator, den er in Indien gekauft hat, fährt er zu den Bananenbauern in Kenia. Hier werden die sisalähnlichen Fasern der frischen Bananenstaudenstengel extrahiert. Diese werden gewaschen, getrocknet und nach Wunsch gefärbt. Anschließend werden sie mit Baumwolle verzwillt und gemischt und dann gewebt. Das Ergebnis sind wunderschöne handgewebte Taschen, Matten und Wandbehänge. Produkte, die nicht nur bei Touristen inzwischen sehr beliebt sind. Nachhaltige Produkte, wie handgewebte Taschen in traditionellen Farben und Mustern, sind in Kenia gefragt – nicht erst seit dem radikalen Verbot von Plasiktüten ab September 2017 (wir berichteten: keniaurlaub.de/nun-auch-in-kenia-verbot-von-plastiktueten/keniaurlaub.de/achtung-neues-gesetz-verbot-von-plastiktueten-in-kenia/  ). Muriuki will die Initiative aufgrund der großen Resonanz ausbauen und weitere Maschinen anschaffen.
Der National Environment Trust Fund (NETFUND) kürte Muriuki und seine Organisatio zum Gesamtsieger der dritten Auflage der kenianischen Green Innovation Awards.


Quelle: nation.co.ke