Land & Leute
Im Herzen Kenias erhebt sich der erhabene Berg Kenya, dem das Land seinen Namen verdankt. Das Volk der Kikuyu glaubt, dass hier ihr Gott Ngai lebt. Mit seinem 5.200 Metern hat er etwas Majestätisches an sich. Besonders gebirgig ist Kenia zudem an seinen Grenzen. Aus dem Hochland fließen die beiden größten Flüsse Kenias, Tana und Galana, durch die Nyika-Ebene in den indischen Ozean.
Die offizielle Landessprache ist Kisuaheli, während die Handelssprache Englisch ist. Damit ist es mit der Einigkeit auch schon vorbei: In Kenia tummeln sich 42 Völker, die über 30 afrikanische Sprachen sprechen. Kein Wunder, dass es eine Vielzahl unterschiedlicher Begrüßungen gibt. Nach dem Gruß redet man in Kenia lange über Wohlbefinden, Familie, Wetter und Sonstiges.
Ältere Personen zu berühren, gilt als unhöflich, genauso wie das öffentliche zur Schau stellen von Zuneigung. Allerdings ist es absolut normal, wenn Männern einander an den Händen zu fassen. Es hat keine sexuelle Bedeutung, sondern zeigt nur Freundschaft. Beim Reden sollte Augenkontakt gehalten werden. Ein Geschenk aus dem Ausland wird bei Einladungen immer gerne gesehen. In Kenia leben 45% Protestanten, 33% Katholiken, 10% Moslime und 10 Naturreligionen, sowie Juden und Hindus.
Essen und Trinken
Die Milch, welche in langen, verzierten Kürbisflaschen transportiert und aufbewahrt wird, ist das Grundnahrungsmittel der Massai. Schafe und Ziegen sind die Hauptfleischlieferanten, da die Rinder normalerweise nur für zeremonielle Zwecke dienen. Das essen wilder Tiere (mit Ausnahme von Elenantilopen und Büffeln) ist verboten.
Traditionelles Essen in Kenia ist sehr stärkehaltig. Ugali ist ein fester Teig, der in der Regel mit Eintopf Bohnen, Fleisch, Geflügel oder Fisch gegessen wird. Uji ist ein Brei aus Maismehl und Hirse. In den Küstenregionen sind Reis, Kitumbua (ausgebackene Reismehlbällchen) und Chapati (ungesäuertes Fladenbrot) besonders verbreitet. Daneben haben sich viele Gerichte aus der englischen und indischen Küche gehalten. So ist Curry zu einem beliebten Sonntags-Essen geworden. Die Qualität der einheimischen Fleisch- und Geflügelsorten ist gut. Je nach Saison gibt es auch Forellen, Hummer, Garnelen oder Mombasa-Austern.
Bei europäischen Speisen werden Messer und Gabel verwendet, traditionelle Gerichte dagegen isst man mit der Hand. Ein einheimisches alkoholisches Getränk ist Pombe. Dabei handelt es sich um ein Gemisch aus Hirse, Mais, Bananen und anderen Früchten. Pombe spielt in vielen Zeremonien eine wichtige Rolle. An der Küste findet sich oft Palmwein, der aber offiziell verboten ist. Das traditionelle Bier heißt Uki und wird aus Honig hergestellt. Frisch gepresste Fruchtsäfte sind außerhalb der Touristenzentren eine Seltenheit. Dafür macht Coca Cola seinem Ruf als Weltmarke alle Ehre.
Sicherheit
Vorsicht ist geboten. Auf Safari besteht keine Gefahr, aber in größeren Städten sollten Sie keine größeren Bargeldbeträge bei sich haben und weder Handtaschen, noch wertvollen Schmuck tragen. Deponieren Sie Wertsachen, Fotoapparate und Pässe im Hotelsafe. Mißtrauen Sie grundsätzlich allen günstigen Angeboten die man Ihnen auf der Straße macht. Gehen Sie abends möglichst nicht mehr aus (zumindest nach 10 Uhr).
Notfälle
Begeben Sie sich im Fall eines Diebstahls zum nächsten Polizeiposten. Auch wenn dies wahrscheinlich keine konkreten Ergebnisse zur Folge hat, wird doch der Polizeibericht von Ihrer Versicherung verlangt. Beim Verlust des Reisepasses müssen Sie an die nächste diplomatische Vertretung wenden. Das Personal ist an solche Vorkommnisse gewöhnt und wird Sie schnell aus Ihrer Notlage befreien.
Trinkgelder
Bei den meisten guten Hotels und Restaurants ist ein Trinkgeld für die Bedienung mit inbegriffen. Es ist üblich darüber hinaus 10 bis 20 KSh pro Person liegen zu lassen. Tourenfahrer und Führer erwarten ein Trinkgeld von 100 bis 150 KSh pro Tag und Person.
Verkehrsmittel
Wegen des eher schlecht ausgebauten Verkehrsnetz in Kenia sind weite Strecken eher beschwerlich. Große Strecken werden deshalb im Flugzeug zurückgelegt. Nationalparks und Reservate sind allerdings, mit Ausnahmen der größten, nur mit dem Auto zu erreichen. Meist gelangt man mit Geländewagen oder Minibussen dort hin. In den größeren Städten können Sie problemlos einen Wagen mieten um das Land auf eigene Faust zu erkunden. Das Mindestalter für das Mieten eines Wagens beträgt 23 Jahre. Achtung: In Kenia wird links gefahren! Kenya Railways bieten einen Nachtzug an, der täglich zwischen Nairobi und Mombasa verkehrt. Es gibt weitere Bahnlinien in Richtung Westen, aber weder Nachtfahrpläne noch die Langsamkeit tragen zur Benutzungsfreundlichkeit bei.
In der Stadt mieten Sie am besten ein Taxi, vereinbaren Sie den Preis vor der Fahrt, denn Zähler gibt es nicht. Die Busse und Minibusse sind stets überfüllt.
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